Donnerstag, 25. Juni 2015

swissbib als nationaler "datahub"

Als nationaler Katalog ist swissbib mehr als "nur" eine Benutzeroberfläche für die schweizweite Suche. Der "swissbib-datahub" besteht aus einer Reihe von quelloffenen und kommerziellen Komponenten, welche die bibliografischen Daten von Schweizer Verbundssystemen, Repositories und Archiven oder digitalen Bibliotheken einsammeln, zu einer einheitlichen Datenbasis verarbeiten und für diverse Such- und Datendienste ausgeben. Die offene und klar geschichtete Architektur erweist sich dabei für eine flexible Weiterentwicklung des Dienstes als grossen Vorteil.

Mit der Integration von BORIS ist die Zahl der in swissbib nachgewiesenen Datenquellen (Verbundssysteme von Bibliotheken, Repositories und digitalen Bibliotheken) auf 20 angewachsen. Die Datenbasis ist damit permanent gewachsen, im Juni 2015 sind über 21 Millionen Datensätze indexiert, die Anzahl nachgewiesener Exemplare ist weit höher. Den inhaltlich grössten Beitrag an swissbib leisten die Bibliotheksverbünde, allen voran NEBIS, gefolgt vom Westschweizer Verbund RERO und dem IDS Basel Bern. Nach weiteren Verbünden und der Schweizer Nationalbibliothek folgen digitale Bibliotheken und Repositories wie ZORA, retro.seals oder die Digitalisate von HelveticArchives. Als kleines, aber inhaltlich feines Schlusslicht werden mit e-codices auch digitalisierte Handschriften aus Schweizer Bibliotheken nachgewiesen.

Der "swissbib-datahub" wird sich in dieses und nächstes Jahr weiterentwickeln, wachsen und auch an neue Gegebenheiten anpassen müssen:
  • Die Teilverbünde des "Informationsverbunds Deutschschweiz (IDS)" und die Nationalbibliothek steigen dieses Jahr auf das neue internationale Erschliessungsregelwerk "Resource Description and Access (RDA)" um. Diese Internationalisierung bringt nicht nur neue Regeln, sondern auch erweiterte Datenstrukturen und neue Inhalte. Swissbib wird die Erweiterungen nachziehen.
  • Die Integration weiterer Datenquellen ist in Planung. Vorgesehen sind u.a. die Kantonsbibliotheken Schaffhausen und Thurgau und kleinere Verbünde, weitere universitäre Repositories sowie nationale und regionale Bibliografien.
  • Bereits jetzt finden sich Archivbestände in swissbib, dieser Bereich soll in Zukunft ausgebaut werden. Bereits in den nächsten Monaten testen wir den Umgang mit Beständen des Verbunds "Handschriften - Archive - Nachlässe (HAN)"
  • Qualitative Verbesserungen der Datenbasis beinhalten Verlinkungen, verbesserte Dedublierungen und einheitlichere Autorenansetzungen.

Dienstag, 26. Mai 2015

Neuerungen in der swissbib-Oberfläche

Seit etwa zwei Wochen ist unsere neue Oberfläche als Responsive Design live. Wir danken für die vielen positiven und gelegentlich auch kritischen Kommentare. Auch aufgrund von Feedbacks konnten wir einige Verbesserungen umsetzen:
  • Die wichtigste Änderung betrifft die Ansicht "Exemplare". Einzelne Bibliotheken und Gruppen sind besser dargestellt und können auf- und zugeklappt werden. Die Ansicht ist neu auch für kleine Geräte optimiert, auf Smartphones wird die Tabelle als Liste dargestellt.
  • Für die Verbünde NEBIS und IDS Luzern müssen wir wieder auf die klassischen Aleph-Kataloge verlinken, da die Katalogsoftware Primo aktuell keine Anmeldung nach Permalinks ermöglicht.
  • Weitere Tabellen wie beispielsweise in der "Suchhistorie" sind für die Ansicht auf kleinen Geräten verbessert.
  • Fehler bei der Darstellung von grossen Vorschaubildern wurden korrigiert, ebenso verschiedene Probleme mit Format-Icons.
  • Die Darstellung der "Erweiterten Suche" wurde optimiert, um die Lesbarkeit auch von langen Einträgen zu garantieren.
  • Die Navigation in der Trefferliste "Weitere Ausgaben" wurde verbessert und ein "Breadcrumb" hinzugefügt.
  • Die Metadaten des Zürcher Uni-Repositorys "ZORA" wurden aktualisiert und Fehler bei Formaten korrigiert.
Der Quellcode dieses Releases findet sich wie immer auf unserem Software-Repository github/swissbib.